Wie werden Klischees für Rotogravur- und Flexodruck hergestellt?

Neben dem Digitaldruck, den wir in unserem Hause anbieten, eignen sich für Großauflagen und Sonderanfertigungen von bedruckten Beuteln die beiden Druckverfahren des Rotogravur- bzw. Tiefdrucks sowie des Flexodruckes besser.

Gern möchten wir Sie in diesem Blogbeitrag über die beiden Druckverfahren und Herstellung der zugehörigen Klischees informieren.

Rotogravur – das Druckverfahren

Die Besonderheit des Rotogravurdruckes, der auch als Tiefdruckverfahren bekannt ist, ist der spezielle Zylinder, auf dem die abzubildenden Elemente als Vertiefungen eingearbeitet werden. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck komplett eingefärbt, die überschüssige Farbe wird danach abgeschabt, sodass die Farbe sich nur noch in den eingearbeiteten Vertiefungen der Druckform befinden. Die Adhäsionskraft zwischen Farbe und Papier bzw. Folie bewirkt dann schließlich die Farbübertragung des Motivs.

Drucke sind mit diesem Verfahren bei uns mit bis zu 9 Farben möglich. Bei dem sogenannten Mehrfarbentiefdruck muss nach jedem Druckvorgang getrocknet werden, was mit den modernen Maschinen jedoch innerhalb von kürzester Zeit gelingt.

Das Tiefdruckverfahren wird für Druckaufträge mit hohen Auflagen von mehr als 300.000 Exemplaren wirtschaftlich eingesetzt. Hauptsächlich findet die Art des Rotogravurdrucks Einsatz im Verpackungs-, Etiketten-, Dekor- und Zeitschriftendruck.




Folgend finden Sie ein Video zum Druckverfahren des Rotogravurdruckes:

Herstellung eines Zylinders für den Rotogravur-Druck

Beim Klischee für den Rotogravurdruck wird mittels Laser oder einem Diamantstichel der Zylinder, der meist aus Stahl ist und mit einer Kupferschicht versehen, graviert, sodass kleine Löcher bzw. „Näpfchen“ entstehen, die dann für das Druckverfahren die Farbe aufnehmen, die letztendlich als Druckbild übertragen wird.

Bei Druckbildern, die mittels dem Tiefdruckverfahren hergestellt wurden, können die kleinen Punkte beim genauen Schauen erkannt werden.

Flexodruck – das Druckverfahren

Mittels dem Hochdruckverfahren, als das der Flexodruck ebenfalls bezeichnet wird, lassen sich äußerst viele Materialien bedrucken, die mit anderen Druckverfahren nicht oder nur eingeschränkt zu bedrucken sind. Verpackungen aus Folie, Papier, Karton oder Pappe können preisgünstig mittels dem Hochdruckverfahren veredelt werden.

Der Druck erfolgt durch flexible Druckplatten, die aus Fotopolymer oder Gummi bestehen und niedrigviskose Druckfarben. Beim Flexo-Verfahren sind die erhabenen Stellen auf der Druckplatte erhaben und bildtragend. Im Unterschied zum Tiefdruckverfahren, bei dem das Druckbild eingraviert wird, ist beim Hochdruckverfahren der erhöhte Bereich der bildgebende Teil.

Herstellung eines Klischees für den Flexodruck

Für den Flexodruck werden, wie bereits oben erwähnt, Druckplatten aus Polymer oder Gummi hergestellt, die letztendlich für das Druckverfahren auf einer runden Metallrolle befestigt werden. Durch das Rotieren der Druckplatte wird die Farbe aufgenommen und auf das Material, auf das gedruckt wird, übertragen. Ein Bedrucken von Kunststofffolien wird durch die Vorbehandlung des Bedruckstoffes (Meist durch eine „Coronabehandlung“, eine Art Beschichtung, die elektrostatisch aufgebracht wird. Durch diese halten die Druckpartikel besser und können schneller trocknen.) und die Benetzungseigenschaften der dünnen Farbe ermöglicht.

Folgend können Sie sich die Anfertigung einer Druckplatte für das Hochdruckverfahren anschauen:

Konnten wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen? Haben Sie weitere Fragen zu den Druckverfahren? Gern beantworten wir Ihnen diese. Hier können Sie Kontakt zu unserem Team aufnehmen.